
Pfingsten ist jedes Jahr das Wave and Gothic Treffen in Leipzig. In diesem Jahr war ich zufällig mit meiner Kamera dabei.
Vielleicht kurz zur Erklärung, Wikipedia kennt sich da gut aus: Das erste Wave-Gotik-Treffen fand im Jahre 1992 im Eiskeller in Leipzig statt. Zu diesem Anlass versammelten sich etwa 2000 Gleichgesinnte. In den Folgejahren wuchs das WGT immer weiter, sowohl die Besucherzahl als auch die Anzahl auftretender Bands.
Das Publikum des Wave-Gotik-Treffens umfasst üblicherweise das komplette Spektrum der schwarzen Szene von Goths über Elektro- und Neofolk-Anhänger bis hin zu BDSM- und Fetisch-Anhängern. Des Weiteren finden sich auch Punks, Metaller und Angehörige der Cyberkultur der Mittelalterszene oder der Steampunk- und Visual-Kei-Szene. Diese Vielfalt wird von manchen Besuchern kritisiert und als aufdringlich empfunden. Einige empfinden das Wave-Gotik-Treffen seit spätestens Mitte der 1990er als zu groß, unpersönlich und kommerzialisiert und wünschen sich wieder ein Festival im ursprünglichen kleinen Rahmen zurück. Andere wiederum erhoffen sich ein stetiges Wachstum, was die Besucherzahlen und die dar-gestellten Musikstile angeht.
Der Vorgänger der WGT war eine Feier am Belvedere in Potsdam, zu der sich 1988 zur Walpurgisnacht ca. 20 Leute trafen. Letztendlich stießen noch mehrere Anhänger der schwarzen Szene hinzu, so dass ca. 150 Personen zugegen waren. Der ungestörte Ablauf der Zusammenkunft von Szeneangehörigen und mit der Szene sympathisierenden Menschen wurde jedoch von den Ordnungskräften des damaligen DDR Regimes unterbunden, denen die Entstehung einer kritischen und schwer kontrollierbaren Subkultur ein Dorn im Auge war. Was noch zu DDR-Zeiten verboten war und bestraft wurde, konnte erst nach der Wende offiziell betrieben werden.
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